Schulsozialarbeit

Seraina Lehmann

 
Bürozeiten an der OS Plaffeien
Dienstag 08:30 - 16:30 Uhr
Mittwoch 08:30 - 12:00 Uhr
Freitag 08:30 - 14:40 Uhr
oder nach Vereinbarung 026 419 03 67

 

Die Schulsozialarbeit OS Sense stellt sich vor

MIT BALANCE DURCH DIE JUGENDZEIT

Geschätzte Eltern

Die Schulsozialarbeit OS Sense (SSA) begleitet die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsschulen Düdingen, Plaffeien, Tafers und Wünnewil seit 2006 in ihrer psychosozialen Entwicklung. Nach einer dreijährigen, erfolgreichen Projektzeit wurde die SSA per 1. März 2009 definitiv als Dienst eingeführt und im Herbst 2010 personell ausgebaut.

Wer ist die Schulsozialarbeiterin in Plaffeien?

Mein Name ist Seraina Lehmann. Seit dem 1. September 2010 bin ich als Schulsozialarbeiterin für die Orientierungsschulen Tafers und Plaffeien zuständig. Ich bin in Albligen aufgewachsen und wohne seit kurzem in Laupen. Im Oktober 2009 habe ich mein Studium in Pädagogik und pädagogischer Psychologie an der Universität Freiburg beendet. Während meiner Ausbildung arbeitete ich für zwei Jahre in der offenen Jugendarbeit Neuenegg und während vier Jahren als Sozialpädagogin im Schulheim Ried, Niederwangen.  Zurzeit besuche ich eine Weiterbildung in systemischer Schulsozialarbeit.

Was bedeutet Schulsozialarbeit?

Verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen haben dazu geführt, dass sich die Schule bei der Erledigung ihrer Hauptaufgaben – z.B. der Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Haltungen – immer öfter mit mannigfaltigen sozialen Problemen konfrontiert sieht. Lehrerinnen und Lehrer nehmen solche Tendenzen oft sehr früh wahr, sind aber nur schon aus zeitlichen Gründen sehr eingeschränkt in der Lage, zusätzlich zur Erledigung ihrer Kernaufgaben auch noch soziale Probleme zu bearbeiten. Bereits vor über zehn Jahren wurden darum die ersten Schulsozialarbeitsprojekte in der Deutschschweiz gestartet. Heute sind in über 200 Schulen Sozialarbeitende präsent, im Kanton Freiburg in Murten und Kerzers (seit 2003), Gurmels und Sensebezirk (2006) und der Stadt Freiburg (2010).

Welche Themen bearbeitet die SSA?

Das Ziel ist - in erster Priorität Jugendliche und Lehrpersonen, ferner auch Eltern - in folgenden Themen zu beraten, zu begleiten oder mit spezialisierten Fachstellen zu triagieren: Stress in der Schule (Bsp. Viele Strafen) oder in der Familie (Bsp. Auseinandersetzungen, Trennung der Eltern); Mobbing, Gewalt, Konfliktlösung; Suchtprävention; Lernstrategien und Arbeitsorganisation; Integration; Beziehungsfragen; Budgetfragen; Krisen und Unsicherheiten u.s.w.

Gemütsschwankungen, Sinnfragen, Aufbegehren und Unsicherheiten sind typisch für die Lebensphasen Pubertät und Adoleszenz. Kurzfristig ist Ungleichgewicht also oft entwicklungsbedingt normal – längerfristig ist es aber wichtig, wieder eine gute Balance zu finden. Dies besonders auch darum, weil Jugendliche bereits in dieser Lebensphase heraus-gefordert sind, erste Weichen-stellungen für die Zukunft vorzunehmen. Im Rahmen der jährlich wiederkehrenden Vorstellungslektionen in den neuen OS-Klassen arbeiten die Schulsozialarbeitenden mit den Jugendlichen am Thema «Eine gute Balance finden». Die Jugendlichen werden dabei für die Wichtigkeit eines individuellen, gesunden Gleichgewichts zwischen den verschiedenen Lebensbereichen sensibilisiert und erfahren, welche Unterstützung ihnen dabei die SSA bieten kann.

Freiwilligkeit, Niederschwelligkeit, Vertraulichkeit

Die Jugendlichen sollen aus eigener Motivation über eine Kontaktaufnahme entscheiden können. Von dieser Freiwilligkeit ausgenommen sind Termine, die seitens der Schule angewiesen werden. Der Zugang zum Angebot soll einfach sein, d.h. die SSA ist direkt im Schulgebäude präsent und stellt keinerlei Vorbedingungen für die Kontaktaufnahme. Selbstverständlich wird alles Besprochene vertraulich behandelt. Wenn zur Problemlösung Dritte involviert werden müssen, wird dies vorgängig mit der/dem Jugendlichen besprochen. Für eine unverbindliche Kontaktaufnahme darf man die Schulsozialarbeitenden im Schulhaus ansprechen, in ihrem Büro besuchen, telefonieren, mailen. Vorteilhaft ist, sich bereits kennen zu lernen, bevor ein Problem vorhanden bzw. wenn es noch klein ist.

Wie bekommt man einen Termin bei der SSA?

Freiwilliger Termin: Jugendliche können sich auf eigenen Wunsch selbständig zum Termin anmelden. (Der Anteil der freiwilligen Konsultationen liegt bei 50%.)

Angewiesener Termin: Jugendliche können durch die Klassenlehrperson oder die Schuldirektion verbindlich angemeldet werden. Jugendliche und Schulsozialarbeiter haben dann die Aufgabe und Chance, in drei Terminen eine Thematik vertieft zu behandeln und Lösungen zu finden. Die Gesprächstermine finden während der Schulzeit oder im Anschluss daran statt.